Welche Methode passt für das Kind?

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delfino bietet im Lernbereich Orthografisches Schreiben vier grundlegende Methoden zur Rechtschreibförderung an:

1. Förderung der Merkwörter mit Symbolkarten
2. „look-cover-write-check“ mit Schreibsilben („ret-ten“ – „ra-ten“),
3. mit Morphemen (ge-fall-en) oder
4. Phonologie – sensitive Regeln (kurzer Stammselbstlaut -> zwei Mitlaute).

Zur Wahl der geeigneten Methode für ein bestimmtes Kind gibt es leider keinen Test oder eine fixe Richtlinie, aber einige Grundüberlegungen:

A) Was hat die beste Evidenz: die S3 Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Lese- und/oder Rechtschreibstörung beschreibt die besten Therapieerfolge ab gefestigter Lauttreue für morphematisch/regelgeleitete Ansätze.
Für regelwidrige Wörter (Merkwörter) ist eine ganzheitliche Speicherung unumgänglich, Hilfen sind hier förderlich, z.B. Symbole wie sie in den delfino-Übungen Cambol, Derol, Argol angeboten werden.

B) Wer unterstützt das Kind zu Hause beim Lernen:
Je weniger Erwachsenenhilfe das Kind bekommt, desto einfacher muss die Fördermethode sein. Wortspeicherübungen brauchen weniger Erklärung und Hilfe als etwa Regeltrainings.

C) Kennt das Kind aus der Schule schon eine Methode:
Wenn auf eine Methode der Schule bereits aufgebaut werden kann, spart dies dem Kind Energie und bringt Synergieeffekte.

D) Kognition des Kindes: das Training mit Schreibsilben fußt auf kognitiv einfacheren Prinzipien als etwa das Morphem- oder Regeltraining.
Letztendlich bleibt die Wahl dieser vier Methoden eine subjektive – auch Kombinationen sind möglich, z.B. Regeltraining für regelhafte Schreibwörter in Kombination mit Wortspeicherübungen für „Merkwörter“ (irreguläre Wörter).

Tipp vom Experten Dr. Martin Schöfl:
Bieten Sie dem Kind zwei Methoden an und lassen Sie das Kind bei einzelnen Wörtern überlegen, welche Methode seiner Meinung nach hilfreich für die korrekte Schreibung sein kann!

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